1.Tag: Auch dieses Jahr trafen sich 17 Personen im Bahnhof Kreuzlingen. Leider mussten wir dort bereits den
ersten Platten beklagen, doch bei einem nahe gelegenen Velomechaniker wurde dieses Malheur rasch behoben.
Nach einer kurzen Info ging es los durch Konstanz, Richtung Insel Mainau, dann weiter nach Fliesshorn,
Wallhausen und aufwärts nach Dettingen. Nach dieser ersten Steigung ging es weiter nach Langenrain und Liggeringen.
Auf der wenig befahrenen Hauptstrasse ging es steil abwärts nach Bodman zu unserem Mittagshalt in einem sehr
schön gelegenen Restaurant direkt am Ueberlingersee.
Nach der Stärkung ging es weiter immer auf abgetrennten Velowegen dem Bodensee entlang nach Ludwigshafen,
dort bewunderten wir ein Kunstwerk von Peter Lenk.
Es gehe ihm «um den alten und den neuen Feudalismus. Und es geht darum, dass die Demokratie schwächelt»,
sagte der Künstler. Daher habe er diese Zustände bildlich als «Politiker-Gruppensex» dargestellt. «Wenn es
um ihre Privilegien geht und darum, dem Bürger das Geld aus der Tasche zu ziehen, dann halten sie sich alle
die 'Stange'. Politik ist viel pornografischer als jede Kunst.» (Mitteldeutsche Zeitung, 11.9.2008)
Weiter nach Sipplingen, Ueberlingen zu unserem ersten Tagesziel nach Meersburg, wo wir im Hotel Zum Schiff
übernachteten.
2. Tag: Wiederum erwartete uns ein schöner Tag, ideal um das Velofahren zu geniessen. Wir fuhren um halb zehn Richtung Immenstaad und weiter
nach Friedrichshafen. In diesem schönen Städtchen machten wir einen längeren Halt und genossen den herrlichen Tag.
Weiter ging unsere Reise auf schönen Velowegen nach Langenargen und zum Kressbronn Hafen, wo wir das Mittagessen
einnahmen.
Gestärkt nahmen wir die letzten Kilometer unter die Räder und machten noch eine Zusatzschleife zur Insel Lindau.
«Die historische Altstadt von Lindau liegt auf der gleichnamigen Insel im Bodensee, die eine Fläche von 0,68 km²
hat und etwa 2800 Einwohner zählt. Die Einwohnerzahl der Insel war schon wesentlich höher, beispielsweise wurde
sie im Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern von 1904 mit 5853 angegeben. Die Insel bestand ehemals aus
drei Teilinseln (Hintere Insel, Hauptinsel und Burg/Römerschanze), im Jahr 1968 wurde der Parkplatz P5 auf der
Hinteren Insel aufgeschüttet. Die Insel ist durch einen Eisenbahndamm und eine Straßenbrücke mit dem Festland
verbunden.»
Nach wenigen Kilometern erreichten wir unser Tagesziel Bregenz. Nach dem Einchecken trafen wir uns zum Apéro
und zum Nachtessen, Wir machten noch einen Abendspaziergang, wo wir einen herrlichen Sonnenuntergang
beobachten konnten.
3. Tag: Das längste Teilstück wartete heute auf uns und so fuhren wir um neun Uhr los. Bald waren wir in der
Schweiz und wir konnten der Rhein-Route 2 folgen, durchs Rheindelta bis nach Altenrhein, wo wir im
Hundertwasserhaus unseren ersten Halt machten.
«Vergoldete Zwiebeltürme, leuchtende Farben, geschwungene Linien, ungleiche Fenster, unebene Böden, bunte
Keramiksäulen, schattige Wandelgänge und begrünte Dachflächen sind die Merkmale von Friedensreich Hundertwassers
Architektur. In seiner Bauweise wollte er alle Gleichmacherei, Sterilität und Anonymität ausschalten. Sein Traum
und sein Ziel war, dem Einzelnen eine menschengerechte Umgebung zu ermöglichen und gleichzeitig der Natur wieder
zu ihrem Recht zu verhelfen.
Wie viele andere berühmte Bauten in Europa und Japan ist das Gebäude in Altenrhein ein eindrückliches
Beispiel für die ungewöhnlichen Architektur-Konzepte des international renommierten Künstlers.»
Unsere Reise ging weiter nach Romanshorn und zum Mittagshalt nach Rorschach.
Gestärkt nahmen wir die letzten 25 Kilometer unter die Räder, genossen noch einmal den schönen Tag, die gut
ausgebauten Velowegen und waren trotzdem froh nach rund 200 Kilometern und rund 13 Stunden im Sattel Kreuzlingen
zu erreichen.
Eine weitere, schöne, unfallfreie Dreitagestour ging so glücklich zu Ende und wird allen in guter Erinnerung bleiben.
Bilder: Irene Steiner, Ueli Schärer, Din Daut und Peter Siegenthaler
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Juli 2016
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